OculusRift_Simracing

Oculus rift – next level simracing?

Oculus rift – next level simracing?

Ist die Oculus Rift CV ausgereift genug um sie im professionellen Simracing zu nutzen? Tiefenschärfe, Judder-Effekte und beschlagende Gläser sind dabei die Negativ-Merkmale der Entwicklerversion der Oculus 1 gewesen. Der Unterschied zur Entwicklerversion ist groß aber nicht überragend. Alles wurde aber verbessert, die Haptik und der Tragekomfort der Brille sind dabei besonders zu erwähnen. Es fühlt sich viel angenehmer an die Brille aufzusetzen. Selbst nach Sessions zwischen 1 – 2 Stunden sind die Gläser immernoch klar und nicht beschlagen. Für Leute die ggf. während eines Rennens schwitzen, könnte es problematisch werden unter der Brille. Gerade mit einem kraftvollen Forcefeedback und einem Motionsimulator ist eine Rennsession schon anspruchsvoll.

Tiefenschärfe und Judder-Effekte

Technisch gesehen ist für mich die Tiefenschärfe das Hauptproblem. Das anpeilen eines Apexes fällt immernoch deutlich schwerer als am Monitor. Man muss dazu sagen, das die Motion-Effekte dazukommen was es sehr anstrengend macht in der Rift. Die Immersion und das damit entstehende Gefühl zum Fahrzeug und Straße ist aber einfach nur geil 🙂 Judder-Effekte sind heute keine mehr spürbar, somit entstehen keine Übelkeitsgefühle mehr, das hilft ebenfalls 😉 Hier ist aber die Hardwarepower des Hostsystems ausschlaggebend. Eine Grafikkarte nähe der Nvidia GTX10170 sollte es schon sein.

Wenn technisch alles funktioniert..

wäre für mich trotzdem eine Liga in der alle mit Motion und der Rift fahren die fairste Lösung, was eben auch Simracing auf eine nächste Stufe heben würde. Man kann das fahren am Monitor und in der Rift einfach nicht vergleichen. Angefangen von der Übersicht, einen virtuellen Rückspiegel der immer eingeblendet ist gibt es z.B. nicht, hier heißt es nach links, rechts oder nach oben in den Rückspiegel gucken. Wenn ein Gegner sich im toten Winkel befindet, ist er nicht zu sehen. Hierfür empfehle ich sowieso immer in AssettoCorsa das Tool „HeliCorsa„. Ein kleiner Helfer der zu fairen Rennsessions führt (selbst für Monitor-Fahrer ohne eigene Übersicht geeignet 😉 ). Aber generell verhält man sich meiner Meinung nach defensiver in der Rift, es fühlt sich eben „real“ an, da man im Auto sitzt und nicht mehr vor dem Computer. Als weiteres Manko kommen noch die wenig optimierten Menüs und Overlays für Boxeneinstellungen oder Statuszustände im Fahrzeug dazu. Hier müssen AssettoCorsa und Iracing beide noch nachbessern.

Fahren in der Rift: